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Mocoa

So langsam ist auch meine Seele in Kolumbien angekommen. In Putumayo, gerade im Internetcafe in Mocoa. Wohne bei einem Schweizer Martin, ca 1 Stunde  anstrengender Fussmarsch ausserhalb der Stadt. Internet reicht bei ihm gerade mal für Whatsapp und Facebook.

Der Anfang war sehr schwierig, schon mit Grippe aus der Schweiz anreisend, sehr geschwächt, bin ich auf dem Weg mit Rucksack zur Finca von Martin fast  zusammen gebrochen. Habe mich aber sehr schnell regeneriert und fühle mich wieder ganz in meiner Kraft. Ja der Martin hat sich seinen Traum aufgebaut, zwei einfache Holzhäuser gebaut. Er hat eine jung Köchin Marina und Pacho, der ihm handwerklich hilft und viel vom Anbauen versteht. Beide sind Ingas, und stammen ursprünglich von den Inkas ab. Er zahlt sie gut, das heisst, der Tageslohn ist CHF 10.--. Das ist mehr als andere zahlen. So kann Martin ca für 500.-- inkl der Löhne gut leben. Er will von mir für 3 Mahlzeiten und Uebernachtung CHF 5.-- pro Tag. 

Marina hat mich in ihr Ursprungsdorf eingeladen. Zuerst wanderten wir nach Mocoa zurück wo sie bei ihren Eltern dein kleineren Jungen abholte. Ihre Mutter hat Krebs, ihr Vater ist total Alkohliker mit Anämie und Parkison, die Schwester gerade eine Augenoperation hinter sich nach einem Unfall.  Uff, da war ich gerade ein bisschen überfordert mit diesen Leuten in einem kleinen Stadtraum. Da ich vor der Fahrt ins Indigene Dorf noch Geld vom Automaten holen musste, wollte mich Martina mit dem Moto in die Altstadt hinauffahren. Eigentlich hatte ich ein ungutes Gefühl, prompt sind wir nach kurzer Strecke einfach gestürzt, einfach so, ohne ersichtlichen Grund. Ich ein  Loch im Knie, ihr hats nichts gemacht. Scheisse, weiss man doch dass Wunden in den Tropen sehr langsam heilen. Es kam mir wieder in den Sinn dass mir die Kogis schon vor Tagen schrieben, dass ich unbedingt zu einem Schamanen, sprich hier einem Taita gehen soll für eine gründliche Reinigung. Ja, Marinas Verwandter ist ein Taita  in diesem Dorf Youngillo. Er hat mich gründlich gereinigt. Seitdem fühl ich mich wieder ganz bei mir. Habs sogar geschafft mit dem Knie zu einem Wasserfall zu laufen. Der Wasserfall der Zwerge heisst er.  Das Dorf ist ein Refugio von 26000 Hektaren das den Ingas gehört und geschützt ist. Es gibt einen Kontrollposten, bezahlte ca 12.00 wurde registriert und durfte 3 Nächte bleiben. Vorher wo das noch nicht beschützt war sind Goldgräber, Holzfäller usw eingedrungen, haben immer wieder Ingas abgeschossen wie Freiwild. Jetzt fühlen sich die Menschen sicher. Alkohol wird nur bei Festen erlaubt.  Der Witz aber ist dass in ganz Kolumbien man nur die Oberfläche des Bodens besitzen darf. Hat es Bodenschätze, hat die Regierung jederzeit das Recht in die Tiefe zu graben und auszubeuten.

Die letzte Nacht liefen wir in die Natur in eine Maloca. Zwei Leute aus Bogota und eine junge Irin wollten eine Yage Zeremonie. Ich habe (noch) dankend abgelehnt. Die Nacht war sehr schön, am Feuer, in der Hängematte, mit vielen Decken, da die Nächte hier auf 1000 M ü M doch frisch werden können. Ich habe gespürt dass der Taita Antonino ein reiner Mensch ist. Viele Taitas sind das wohl gar nicht. Da hört man Geschichten, Eifersüchte, die wollen sich zum Teil umbringen mit Magie usw. Da stehen einem die Haare zu Berge.

Ich habe jetzt eine Spur wo die weisen indigenen Grossmütter leben. Das ist mein nächstes Ziel sie zu besuchen. Scheinbar wissen sie alles über Kräuter und Heiltechniken. Da freue ich mich sehr. 

Hoffe auf widermal gutes Internet um meinen weiteren Weg zu beschreiben.

 

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RITA STALDER

"DIE KOGI FRAU"

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IN DER SCHWEIZ, DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH, ITALIEN UND WO ES DIE KOGIS UND MICH SONST NOCH BRAUCHT

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